Das Turbo-Wochenende

Eine wahre Geschichte in 4 Akten aus dem Jahr 2001

Wie Sie vielleicht wissen gibt es meinen Versandhandel schon etwas länger und im Laufe der Zeit passieren einem da zwangsläufig schon mal ungewöhnliche Dinge. Eines dieser Ereignisse habe ich zu Ihrer und meiner Bespassung mal in dramatischer Form aufgearbeitet. Der Text schlummerte schon lange in meinem Archiv und ich wollte ihn einfach nicht umkommen lassen.
Eine kleine und wahre Anekdote aus dem Jahr Anno Domini 2001...


1. Akt : Freitag (abends)...

Dunkelheit legte sich über das Land und er merkte das es langsam zu spät wurde. Auf einmal hatte er es wirklich sehr eilig. Denn schon bald brauchte er die Figuren und langsam wurde es wirklich eng. Aber, da gibt es ja jetzt das Internet. Alle Bestellungen hierüber gehen ja jetzt sooo schnell, das sagen alle. Also setzt er sich an den Rechner, geht ins Netz, das Modem pfeift, die Lämpchen blinken und schon ist es sie da, die wunderbare weite Welt des Netzes. Er sucht und findet schnell einen Versandhändler. Ruck-Zuck, fast schneller als sein eigener Schatten, bestellt er die Figuren, die er so dringend braucht. Puhh, das ging ja gerade noch mal gut.

2. Akt : Samstag, so um die Mittagszeit...

Verdammt, die Figuren brauchte er doch schon die Tage wenn er sich mit den Kumpels treffen würde. Heute wäre echt Zeit die Figuren fertigzustellen. Und noch nichts vom Versandhändler! Was machen die bloß? Wenn er jetzt endlich wach ist können die das ja wohl auch sein. Schnell mal per Email nachgefragt wo denn die (nebenbei noch unbezahlte) Ware bleibt. Jetzt mal Druck machen, dann geht alles besser.

3. Akt : Sonntag, nach dem Braten...

Der Nachtisch ist verputzt, jetzt wirds aber echt Zeit! Die Zeit rinnt Ihm wirklich davon und schließlich müssen die Figuren ja noch bemalt werden. Da ist einfach kein Platz für diese Lahmarschigkeit. Und immer noch keine Antwort auf die Email von gestern. Verdammt, was macht der blöde Händler eigentlich den ganzen Tag ? Schnell mal ne heftige Beschwerde geschrieben. Jetzt wird aber hoffentlich was passieren.

4. Akt : Montag-Morgen kurz vor Sonnenaufgang...

So, jetzt reichts Ihm aber. Immer noch keine Figuren. Der verdammte Händler hat immer noch nicht geliefert. Gleich muss er wieder zur Arbeit (oder Schule?) und die Post war immer noch nicht da (sic!). Ich raste aus, das geht gar nicht. Schnell an den Rechner und eine böse und unhöfliche Stornierung geschrieben. Dem hatte er es aber gegeben. Mit Ihm machen die das nicht noch mal!! Da bestellt er nie wieder...

*** ENDE ***


Wenn man dann nach dem Wochenende, an einem schönen Montagmorgen, alle Emails dieses Menschen kurz nacheinander liest fragt man sich ernsthaft ob der noch alle Tassen im Schrank hatte. Damals war mein Versand noch neu und solche "Begegnungen" waren eine neuartige Erfahrung. So viele Jahre später weiß ich aus eigener Anschauung und aus Gesprächen mit Kollegen das "Begegnungen der dritten Art" nicht so selten sind wie man vielleicht denkt. Ich habe (ehrlich!) sogar mal einen einen Händler-Kollegen kennengelernt, der schließlich seinen Fantasy-Games-Laden zumachte, umsattelte und Psychologie studierte...







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