Warning: include(code/shop_suche.php): failed to open stream: No such file or directory in /mnt/web208/e1/79/5149479/htdocs/zinnhobbyneu/index.php on line 65 Warning: include(): Failed opening 'code/shop_suche.php' for inclusion (include_path='.:/opt/RZphp72/includes') in /mnt/web208/e1/79/5149479/htdocs/zinnhobbyneu/index.php on line 65 Zinnhobby.de - Erste Kavallerieeinheit fürs Waterloo-Projekt

Erste Kavallerieeinheit fürs Waterloo-Projekt

Die Herstellung englischer Husaren aus den Formen 510 und 512. Inklusive komischer Fehler die ich dabei gemacht habe.

Nein, umgefallen bin ich nicht. Und das Projekt ist auch nicht eingeschlafen. Aber natürlich stehen immer mal wieder andere Dinge im Wege. Trotzdem geht es voran.

Die erste Kavallerie-Einheit im Waterloo-Projekt ist eine Einheit englischer Husaren. Gegossen aus der Husarenform Nr.510 und der Pferdeform Nr.512 . Beides sind relativ "alte" Formen, die erst im Jahr 2003 von Prince August wieder ins Sortiment genommen wurden nachdem sie lange nicht verfügbar waren. (Nageln Sie mich nicht darauf fest, aber ich glaube weil ich danach gefragt hatte.)

Nun zucke ich bei dem Gedanken an englische Husaren ein bißchen zusammen. Diese Art von Kavalleristen scheinen mir gefühlsmäßig für englische Verhältnisse bzw. Mentalität eher untypisch zu sein. Ungarische, österreichische, russische und preußische Husaren bereiten mir kein Kopfzerbrechen. Da liegt auch eine regionale Nähe zur Herkunft der Husaren vor. Auch französische sind irgendwie akzeptabel, denen traut man den Schurrbart zu. Aber englische kommen mir irgendwie komisch vor. Trotzdem hatten auch die Engländern seit 1756 diesen Truppentyp, der nach dem Vorbild der preußischen Ziethen-Husaren organisiert wurde. Um besonders kampferfahrene Husaren zu erhalten, mussten die englischen vor ihrem Dienst als Husar übrigens einige Zeit in den Kolonien gedient haben.





Begleittext : "England 1815. Diese Abbildung bildet eine Ergänzung zu vorigem Blatt und ist gezeichnet nach Darstellungen in >>The military costume of Europe<<. Der Husar links, der eine Tabakspfeife von merkwürdiger Form hält, der sich ebenso auf unserer Vorlage fand, ist im Marschanzug dargestellt, die übrigen Typen in Paradeuniform. Die Überhosen waren sehr kurz und hatten bei den Mannschaften an der Stelle der Strippen Kettchen. (Besonders auffallend, treu nach dem gleichzeitigen Originale, ist die Kürze der Hosen auf Blatt 56 bei der Figur rechts.)"

Uniformtafel von Richard Knötel, Band 5, Blatt 58. Der Text ist so nicht ganz richtig, gemeint ist der Pfeifenheini rechts. Dargestellt von links nach Rechts : Offizier vom 15. Rgt. Kings Light Dragoons (Hussars), Offizier vom 18.Rgt. Light Dragoons (Hussars) sowie Musiker und Husar des 18.Rgt.




Begleittext : "Im Jahre 1806 wurden die leichten Dragoner-Regimenter (Light Dragoons) No. 10 und 15 als Husaren uniformiert, im folgenden Jahre die Regimenter Nr.7 und 18. Sie behielten die alte Bezeichnung und Nummer bei. Die hier dargestellten Typen sind in den grauen Überhosen dargestellt (nach Hamilton Smith: the costume of the Army of the British Empire.) Alle 4 damals bestehenden Husaren-Regimenter fochten bei Waterloo"

Uniformtafel von Richard Knötel, Band 5, Blatt 57. Von links nach rechts : 15.Rgt. Light Dragoons (Hussars), 7.Rgt.Queen's own Light Dragoons (Hussars), 10.Rgt. Prince of Wales own Royal Rgt. (Hussars)

Da Herr Knötel schreibt, es hätte zu jener Zeit nur 4 Husarenregimenter in der englischen Armee gegeben, decken diese beiden Uniformbilder aus seiner Hand die erforderlichen Informationen zur Bemalung englischer Husaren der napoleonischen Zeit komplett ab. Wir kennen somit die Regimenter 7,10,15 und das 18. Wie so oft in jener Zeit ist der Farbensprung interessant. Obwohl bei der englischen Armee Rot die vorherschende Farbe war, sind die Husaren alle mehr oder weniger Blau eingefärbt. Einen ähnlichen Effekt beobachtet man auch bei den Uniformen anderer Armeen dieser Zeit. Man war zwar auf dem besten Wege, aber für völlig einheitliche Farbgebungen brauchte man noch sehr lange. Was man übrigens auf den Knötel-Bildern nicht so gut erkennen kann, was aber in anderen Quellen deutlicher dargestellt ist, ist die Tatsache, das die Pelzmützen der englischen Husaren eher bräunlich als schwarz waren.

Ich habe übrigens bei meiner Bemalung die Uniform der 15. Light Dragoons (Husaren) zugrunde gelegt. Diese werden relativ oft abgebildet und scheinen die bekanntesten zu sein. Das ist evtl. zurückzuführen auf ihren bemerkenswerten Einsatz bei Villers en Couche (24.4.1794), bei dem sie in einer heftigen Attacke zusammen mit den ungarische Leopold-Husaren (HR Nr. 2) die französischen Husaren (Nr.10) so zurücktrieben das diese "ihre eigene Infanterie niedertraten". Eine andere Quelle schreibt sogar, daß sie in ein Karree der französischen Infanterie einbrachen, ein Erfolg, der in der Kriegsgeschichte höchst selten vorkam.

Die Husarenform Nr.510 ist extrem leicht zu gießen. Die eingeschnittenen Luftkanäle wären fast gar nicht nötig gewesen. Die dargestellte Figur ist ein Husar wie alle Husaren. Diese sind sich über Ländergrenzen aber auch durch die Zeiten hinweg im Aussehen immer so treu geblieben, daß man einen Husaren von 1750 kaum von einem von 1870 oder 1900 unterscheiden kann. Sie können damit also Husaren aller Nationen und auch aus anderen Epochen darstellen.









Ach herrlich. Da habe ich mich beim Bemalen gewundert, warum die Husaren keinen Stutz (Puschel an der Kopfbedeckung) tragen. Erst jetzt sehe ich, das der in der Form abgebildet ist und ich vor lauter Hektik beim Gießen nicht darauf geachtet habe das der mit rauskommt. Da habe ich aber Mist gebaut. Auf den Pelzmützen hatte ich den deshalb an meinen Abgüssen nur andeutungsweise ausgeprägten Stutz einfach aufgemalt. Fällt jetzt nicht so auf, hätte aber besser sein können.





Etwas Kopfstand kann nicht schaden, dann kann man auf jeden Fall leichter die Stiefel bemalen. Die "Knete" ist UHU-patafix (ablösbare Klebepads). Und die Figuren standen nur so gut Kopf, weil ich den oben beschriebenen Gießfehler zugelassen hatte. Arrgh...

Kein Reiter ohne Pferd, deshalb kommt hier auch eine weitere Form zum Zuge. Und bei der bin ich dann nochmal gestolpert, denn ich hatte den Eindruck das ich mich ein bißchen vergriffen habe. Es handelt sich ja um Husaren und die Pferdedecke müßte eigentlich eine spitze Ecke haben, so wie in dem Knötel-Bild oben. Das war bei Husaren so üblich. Andererseits liegt auf dem Sattel ganz deutlich modelliert ein dickes Schafsfell, das für den Husarensattel ebenfalls charakteristisch ist. Beim Draufsetzen der Reiter merkte ich dann, das der Dolman (Husaren-Jacke) mit dem Gepäck hinter dem Sattel ein kleines bißchen kollidiert (siehe Foto). Nicht so das man den Kameraden nicht montieren kann, aber es stösst an. Ich nehme also an, das genau dieses Pferd nicht unbedingt für diesen Reiter gedacht war und ich besser die Nr. 511 genommen hätte. Da die Pferde aber bereits bemalt waren, hab ich es dann dabei belassen.





Zur Pferdeform Nr. 512 selbst ist zu sagen das sie nicht ganz unkomliziert ist. Die hinterschnittenen rechte Beine machen einige Probleme. Mein Exemplar der Form war zudem schon sehr alt und gebraucht, nicht aus meinem Shop sondern vor Jahren mit einem größeren Sammlungsaufkauf zufällig erstanden. Und wenn Kautschukformen älter werden, werden sie härter. Was diesem Exemplar auch nicht gut bekommen ist, denn zum allerersten mal hatte ich das Problem das ein Stückchen abgebrochen ist. Das hatte ich vorher noch nie. Aber, wie gesagt, die Form war wahrscheinlich schon Jahrzehnte alt und wer weiß wie oft benutzt worden. Was sagt das jetzt über den Kauf von gebrauchten Formen? Tja, weiß nicht, kann klappen, kann aber auch schiefgehen. Neue gibts übrigens bei mir.









Wie man sieht habe ich auch hier Luftkanäle geschnitten. Das ist mir mittlerweile zur Gewohnheit geworden. Ich hab noch viele Formen vor mir und will einfach keine Zeit durch Fehlgüsse verlieren. Eigentlich hätte ich noch einen Kanal für das Gepäck hinter dem Sattel schneiden sollen, dort bildet sich wohl gerne eine Luftblase. Was war das für ein Tag als ich die gegossen habe, warum hab ich auch das übersehen?





Die fertige Einheit. Wer schon vorherige Beiträge gelesen hat wird bemerken, daß ich von 6 auf 8 Reiter pro Einheit raufgegangen bin. Sieht als Gruppe einfach besser aus. Und dann sind sie im Spiel auch nicht so schnell "aufgerieben".





Zu guter letzt für unser Spiel auf Standflächen montiert, 4x4cm reichen völlig aus. Damit sind die ersten Reiter fertig (Standflächen werden wie gehabt später bemalt.)

Alles in allem eine komische Aktion. Ein blöder Gießfehler, der mir zu spät auffällt, sowie die (wahrscheinlich) falsche Wahl beim Pferd. Wie man sieht, auch bei mir läuft nicht alles rund. Ich lasse sie hier einfach an meinen Fehlern teilhaben, Sie können diese dann ja vermeiden.










*Alle angegebenen Preise sind Endpreise zzgl. Versandkosten. Gemäß § 19 UStG wird die Mehrwertsteuer in der Rechnung nicht ausgewiesen.

**Gilt für Lieferungen nach Deutschland. Lieferzeiten für andere Länder und Informationen zur Berechnung des Liefertermins siehe hier : Versandkosten & Versandinfo.

Allgemeine Geschäftsbedingungen     Versandkosten & Versandinfo     Widerrufsrecht & Widerufsformular     Datenschutzerklärung     Impressum

Diese Website bzw. das darunter werkelnde Contentmanagement- und Warenwirtschaftssystem wurden auf Debian GNU/Linux Rechnern mit KDE- bzw. XFCE Desktop entwickelt. Als Sprachen kamen zum Einsatz : HTML, CSS und PHP und ein kleines bißchen Java-Script. Verwendete Werkzeuge : MySQL, Geany, Filezilla, Chromium, Gimp, Inkscape, Libre-Office, Kate, Tomboy und nicht zuletzt das gute alte XFCE-Terminal. Alles hand- und hausgemacht - wie es sein muss.

© 1999 - 2019 Ralf Wloka