Die Prince-August Form Nr. 531, Französische Kaisergarde

Die ersten Figuren für das napoleonische Wargame-Projekt entstehen

Vor Jahren hatte ich schon mal angefangen einige der napoleonischen Figuren herzustellen, aber das nur ganz nebenbei. Deshalb werde ich mit dieser bereits benutzten Form beginnen. Wie sich das so trifft, handelt es sich natürlich gleich um die prominenteste Einheit des ganzen Krieges : die Kaisergarde Napoleons.

Gar nicht bewußt gewählt, denn ich habe mir damals zufällig eine Form genommen um die mal auszuprobieren. Denn ehrlich gesagt geht einem die Kaisergarde manchmal sogar ein bißchen auf den Wecker wenn man über diese Zeit liest. Die alte Garde hier, die alte Garde da, die alte Garde tralala... Jeder meint den (angeblichen) Ausspruch des General Pierre Cambronne "Die alte Garde stirbt, aber sie ergibt sich nicht!" von sich geben zu müssen.

Irgendwie ein bißchen zu viel Garde insgesamt. Das kann aber auch daran liegen, daß der enorme Umfang, den die Garde zeitweilig hatte, dafür sorgte das sie immer irgendwo beteiligt war - nicht nur bei ihrem angeblich legendären Auftritt bei Waterloo. Die Kaisergarde war nämlich nicht, wie man vielleicht vermuten würde, eine kleine feine Elitetruppe. Tatsächlich entwickelte sie sich im Laufe der Zeit zu einem Truppenteil, der praktisch das Ausmaß einer ganzen Armee hatte. Laut meinen Quellen gab es zeitweilig bis zu 48.000 Mann Garde, aufgeteilt in die "Junge", die "Mittlere" und die "Alte" Garde. Da ist es also kein Wunder, daß die immer irgendwo auftauchen.

Ein schöner Trick übrigens: erst verschafft man der Garde den Nimbus der Unbsiegbarkeit und dann stellt man so viele davon auf, das diese vermeintliche Eliteeinheit überall Angst und Schrecken unter ihren Gegnern allein durch ihre Anwesenheit erzeugen kann. Und bei den eigenen Leuten sorgt sie bei Bedarf für ein Scherheitsgefühl. Psychologische Kriegsführung in Reinkultur würde ich meinen.





Mit der Form 531 kann man einen vorgehenden Gardisten, den dazu passenden Trommler und einen Offizier erzeugen. Nimmt man den Fahnenträger aus Nr. 539 noch hinzu ist damit die Darstellung einer Einheit schon komplett.





Ein bißchen hab ich mit dem Skalpell und dem Bohrer nachgearbeitet. Wie man bei der Einzelfigur sehen kann habe ich an Gewehr (vorne und am Kolben) und der Bodenplatte Kanäle geschnitten sowie ein Loch vom Säbel nach außen gebohrt. Beim Offizier habe ich ein Loch von der Säbelspitze nach außen gebohrt da dort zwischen den Beinen kein Platz für einen Luftkanal zur Seite war. Mit den Maßnahmen gelingen die meisten Güsse und man kommt mit der Produktion gut voran. Von den 6 angedachten Einheiten der Garde (zu je 24 Figuren) habe ich an einem Nachmittag 3 gegossen (ohne Fahnenträger) und nebenbei auch eine ganze Reihe anderer Figuren hergestellt. Das Anpassen der Formen lohnt sich also, denn es beschleunigt die Sache ungemein.









In der Aufstellung schon ein nettes Bild. Die Fahne habe ich übrigens mal auf einem Farbdrucker und Foto-Glanzpapier ausgedruckt. (Vorlagen finden sie auf www.warflag.com.) Das Feld, in dem die Figuren stehen, ist 10x10cm groß. Das ist die Richt- oder Feldgröße für das in diesem Projekt zu entwickelnde Spiel, d.h. der Platz den eine Einheit, Geländesektionen oder Gebäude einnehmen werden. Da ich plane, ein gitter-basiertes Spiel zu entwicklen, ist diese Festlegung notwendig. Nutzt man anderen Regeln mit freier Aufstellung, spielen solche Überlegung natürlich keine Rolle.

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